tom wagner
               mountain ultra trail runner


A little less than a day versus 8 in a row

  • By DID57664
  • 30 Mar, 2017

this was originally posted on the 14th of September 2014!

…oder Chiemgauer 100 Meilen Berglauf versus Gore-Tex Transalpine-Run .

Nachdem ich es nicht mehr geschafft habe, meinen Bericht über den Chiemgauer 100 Meilen vor dem Gore-Tex Transalpine-Run „abzuliefern“, nun einfach ein Bericht der diese zwei durchaus unterschiedlichen Veranstaltungen versucht in einem zu beschreiben. Aus meiner Sicht… (Chiemgauer kursiv )

Also der eine Lauf – der Chiemgauer – ist ein “Rundkurs” rund um Ruhpolding der non-stop zurück zu legen ist und 100 Meilen sowie etwa 7000 positive Höhenmeter inkludiert. Das Ganze im Prinzip alleine und aufgrund der limitierten Starterzahl und einer variablen Startzeit auch oft dann wirklich alleine laufend. Einiges auf Forststrassen, das andere auf tollen Trails und Pfaden.

…schönes Zick-Zack das da auf uns wartet

Der andere Lauf – der Transalpine-Run – ein Teambewerb von Ruhpolding (ja, der Startort ist derselbe!) nach Sexten (in diesem Jahr; die sogenannte Ost-Route). Als Etappenlauf aufgeteilt auf 8 Tage und insgesamt 292 km und gut 13000 positiven Höhenmeter. Mein Teampartner kein geringerer als Flo Reichert, a.k.a. Trailflow; der Mr. Skyrunning aus Göttingen.

10 years!

Der eine Lauf eine “kleine” Veranstaltung die Gi (der Veranstalter) heuer zum 10. Mal auf die Beine gestellt hat. Bei all den Restriktionen und Auflagen in dieser Gegend schon genial, dass der Trailanteil über die Jahre zugenommen hat. Der andere Lauf von Plan-B bestens organisiert, mit doch etwas mehr Personal und einem vermutlich etwas größeren Budget; und auch diese Veranstaltung hat heuer ihr 10-jähriges Jubiläum! Also doch nicht so unterschiedlich

Ein Unterschied ist sicherlich, dass der eine Lauf dem Teilnehmer alle Freiheiten und Verantwortung gibt, was die Ausrüstung betrifft. Wer meint nichts mitführen zu müssen, braucht dies auch nicht. Keine Kontrolle ob man eine Windjacke, Regenjacke oder gar eine Trinkflasche hat. Gi ist der Meinung wir sind alle erwachsen genug und sollen selber entscheiden. Auch die Streckenmarkierungen sind eher minimalistisch; aber mehr als ausreichend (und es wird ja empfohlen eine Karte mitzuführen). Für uns 100 Meiler gibt es auf der ersten Schleife (~87 km) zwei Dropbag-Stationen und die restlichen Posten sind von Betreuern der Läufer selbst bestückt. Somit ist nicht immer sicher was einen wo erwartet; aber es hat bis jetzt immer bestens geklappt. Super Konzept. Der andere Lauf ist mit seinen fast 600 Teilnehmern und dem Mehrtages- sowie dem teilweise doch alpineren Charakter(der höchste Punkt beim Chiemgauer ist der Hochfelln mit seinen 1674 m; beim Transalpine-Run sollte es heuer bis auf 2667 m gehen; über die Birnlücke) und einem höheren organisatorischen Aufwand nachdem wir ja 3 Länder bereisen und fast jeden Tag wo anders unser Etappenziel haben, etwas „straffer“ geführt. Es gibt Pflichtausrüstung, die an jedem Tag bei jedem Team überprüft wird. Gut so. Bei so vielen und unterschiedlichen Läufern wichtig. Nachdem ich jemand bin der meist eh zu viel mit sich rumschleppt, kann ich mit beiden Herangehensweisen sehr gut leben. Aber vermutlich bin ich auch im Training genug in den Bergen unterwegs um gelernt zu haben, wann welche Ausrüstung Sinn macht. Anyway…

..hinter dem Haus ;-)

Nachdem ich 2011 und 2012 den Chiemgauer 100 Meilen auf Platz 1 finishen durfte, letztes Jahr aber nicht mal die ersten 100 km schaffte (ja, DNF ) war für heuer klarerweise das Ziel das Ziel zu erreichen. Aber insgeheim hoffte ich schon auf einen guten Lauf und wollte mir schon gerne wieder einen dieser tollen Pokale abholen. Und eigentlich wichtiger als die Platzierung war mir doch die Zeit. Endlich einmal so 100 Meilen unter 24 Stunden zu bewältigen. Das wäre schon was; speziell nach einem etwas durchwachsenen 2013 und einem naja, sagen wir mal suboptimalen Start in die Saison 2014 .

Nachdem ich letztes Jahr den Gore-Tex Transalpine-Run auf der West-Route (von Oberstdorf nach Latsch; etwas weniger km, etwas mehr Höhenmeter) mit Denis, dem Chefredakteur des Trail Magazins erlaufen durfte; freute ich mich heuer auch riesig auf die Ostroute und die Dolomiten. Und das noch dazu mit Trailflow. Obwohl ein bisschen Angst habe ich schon ob ich mit Flo mithalten würde; ist die Ostroute doch flacher und schneller als die Westroute. Aber er hat bis jetzt noch keine Erfahrung in „stage-races“ und somit ist mein Plan die ersten Tage bzw. die flachen Passagen irgendwie zu überleben (wie eigentlich!?) und in den Bergen dann meinen Spaß zu haben.

Beim Chiemgauer 100 Meilen geht es am Freitag los. Und nachdem wir 100 Meilen Läufer die 2. Hälfte der Strecke mit den 100 km Läufern – die am Samstag früh starten – teilen, darf man zu jeder vollen Stunde zwischen 14:00 und 20:00 starten, um nicht zu früh (vor 4:30) auf die 100 km Strecke zu gelangen. Gemeinsam mit Rudi (a.k.a. die Machine), Sebastian (den ich letztes Jahr beim Sardona kennen lernen durfte) und Andi (ein schneller Salomon-Däne) sind wir die Letzten die um 19:00 starten. Dem diesjährigen Sommertrend nicht folgend haben wir gute trockene Bedingungen. Normalerweise hat man bei 100 Meilen schön Zeit sich einzulaufen. Eine alte Weisheit ist ja, dass man auf diese Distanzen auf den ersten 20 Meilen nur verlieren und so ein Rennen auf den letzten 20 gewinnen kann. Naja, Andi macht gleich ordentlich Tempo und keiner von uns will nachgeben. Am Zinnkopf angekommen, dreht dann Rudi beim Downhill ordentlich auf und so erreichen wir Hörgering – die erste Labestation bei km 18 – nach bereits 1:33. Ok, nun wäre ich warm

Grip, me, Seb, Rudi, Ansi and Gi a minute to the start

Ruhpolding, Tag 1 beim Gore-Tex Transalpine-Run. Dem diesjährigen Sommertrend folgend regnet es bereits am Start. Die Stimmung ist dennoch sehr gut und das Tempo wie zu erwarten gleich recht hoch.

das Quartett ;-)

Zumindest für einen „Trailläufer“, zu denen ich mich zähle. Meine Marathonzeit sag ich hier mal lieber nicht ;-)  1500 positive Höhenmeter auf 49 km ist nicht sehr viel. Leider macht mir das Tempo und eine suboptimale Tagesverfassung bald zu schaffen und mein linker Bizeps femoris (oder besser gesagt mein hinterer Oberschenkel) macht zu. Das sollte sich dann auch nicht mehr so schnell ändern. Aufgrund des Regens haben wir auf den Trails unseren Spaß und rutschten teilweise doch etwas herum auf den nassen Wiesen und im Gatsch (=Matsch). Leider machen mir auch Krämpfe zu schaffen (scheint so, als hätte ich sowas immer wenn ich mit Arc’teryx Läufern unterwegs bin ;-)) Anyway, über eine Holzbrücke rutschend, detoniere ich danach noch ordentlich auf dem felsigen Trail dahinter und „massiere“ meine ganze rechte Seite eindringlich. So ist zumindest kurz der linke Oberschenkel vergessen. Die letzten flachen km rein nach St. Johann beiße ich die Zähne nochmals zusammen, hänge mich bei Flo in den Windschatten und so erreichen wir nach 4:58 Std. das Ziel in St. Johann. Riesen Dank schon hier an Flo für seine Arbeit im Team und dass wir unseren Spaß nicht verloren haben. …nun mal gleich ab zur richtigen Massage (hoff ich darf das so nennen, sind ja alles Physios bei der Arbeit; die ihren Job ausgezeichnet machen!)…

…finish of day 1; 7 more to come

Bei einem 100 Meilen Lauf ist es für Normalsterbliche üblich durch die Nacht zu laufen. Nachdem wir um 19:00 gestartet sind, ließ die Dunkelheit nicht allzu lange auf sich warten. Leider auch nicht die ersten Probleme. Wie letztes Jahr muss ich im Schutze der Dunkelheit des Öfteren in die Büsche. Verdammt. Nicht wieder ein DNF. Also ruhig bleiben, die Tatsache hinnehmen und versuchen trotzdem die Flüssigkeits- und Nahrungszufuhr aufrecht zu erhalten. Schon nach pitstop 1 ist Rudi an mir vorbei und ich mache einfach mein Tempo. Das Gute an so langen Läufen: normalerweise hat man genug Zeit sich aus einem Tief wieder raus zu arbeiten. Zur Stoißer Alm rauf arbeite ich mich mit Sebastian gemeinsam hoch und lass ihn dann laufen. Schwarztee im Tausch mit 2.50€ ist nun der ideale Deal.

Von St. Johann geht es nach Neukirchen am Großvenediger; Etappe 2. Erneut nicht ganz 50 km und keine 2000 Höhenmeter rauf auf den Wildkogel. Da oben ist es super schön (leider nicht ganz so für die die etwas später dran sind; die wurden mit dem einen oder anderen Hagelkorn begrüßt!); aber bis wir da endlich am Berg sind, bin ich schon wieder ganz schön mitgenommen und mein linker Oberschenkel macht mir Sorgen. Bergab Augen zu und durch. Hallo Neukirchen. Hallo Großvenediger!? Leider ist uns der Blick bei diesem Wetter nicht ganz gegönnt.

nice shot ;-)

Nach dem Schwarztee geht es wieder etwas besser und als ich die Steiner Alm zumindest schon wieder in normalem Gehtempo passiere, freue ich mich schon auf Adlgass; die Verpflegungsstation die Silke und Carmen betreuen. Mit etwas musikalischer Unterhaltung aus meinem iPod und dem Fokus der Stirnlampe erreiche ich diese VP schon wieder optimistischer. Etwas warme Suppe, gutes Zureden von Silke und meine Stöcke (die ich bis dahin nicht hatte) sowie ein trockenes Shirt lassen mich den Anstieg rauf zur Kohleralm mit neuer Energie in Angriff nehmen.

Der Plan ist am 3. Tag von Neukirchen nach Prettau zu laufen; Überquerung des Alpenhauptkammes über die Birnlücke, den höchsten Punkt der Strecke. Ein definitives Highlight der Ostroute. Leider nicht für uns. In der Nacht ist das Wetter so schlecht geworden und Neuschnee sowie eisiger Wind machen eine Überquerung in Form eines Rennens unmöglich. Sehr schade aber sicherlich die richtige Entscheidung. Gegen das Wetter kann man nichts machen. Plan C wird in die Tat umgesetzt und wir laufen eine Runde um Neukirchen. Endlich mal gleich bergauf. Trails. Ein super Downhill. Fun. Dann leider ein mir ewig erscheinender Asphalt-Radweg. Dann wieder tolle Trails bei durchwegs nicht ganz so tollen Wetterbedingungen. Aber der Regen stört mich nicht. Gatsch schon gar nicht. Asphalt schon. Trotzdem für Plan C eine tolle und lustige Runde. Andi (nein nicht der Däne vom Chiemgauer) nimmt Flo und mich dann freundlicherweise mit seinem Bus mit nach Prettau und wir genießen etwas Sonne bei der Fahrt über den Stallersattel. Danke Andi!

Kohleralm, immer wieder ein Highlight beim Chiemgauer. Wolfi und Freunde servieren uns Kartoffeln mit Slaz, warmen Tee und was das Herz sonst noch begehrt. Dazu kommt noch, dass Grip zum Foto machen hochgekommen ist und sich um uns anzufeuern die Nacht um die Ohren haut. Super danke! Der Downhill von der Kohleralm ist schön technisch und ich bin beschäftigt. Tee und Konzentration auf andere Dinge beruhigen meinen Bauch. Runter zum Mauthäusl läuft es schon ganz gut und die Weißbachschlucht kann ich genießen.

…candle light dinner with Grip ;-)

Tag 4 von Prettau nach Sand in Taufers hat zwar nur 31.5 km aber zumindest im Abstieg knacken wir endlich mal die 2000 Höhenmeter. Anfangs geht’s gleich mal bergauf; aber es geht mir nicht gut – Energielevel im Keller – und ich muss ordentlich zurück schalten bzw. kann einfach nicht hoch schalten. Flo tut mir leid, denn er hüpft neben mir her um sich warm zu halten. Heute geht es rauf in den Schnee. Über die Bretterscharte. Super schön da oben. Geniale Stimmung! Obwohl die Bergwachtler, Fotografen und Streckenmarkierer beneide ich nicht und bin froh auf der andere Seite windgeschützt einen tollen Downhill in Angriff zu nehmen. Naja, Angriff nicht, eher Schadensbegrenzung. Mein Laufstiel ist mittlerweile wohl eher der eines Oktopusses auf Abwegen am Festland. Aber der Oktopus hat noch immer seinen Spaß und einen Begleiter an seiner Seite, der es gar nicht erlaubt an ein Aufhören oder dergleichen zu denken. Der zweite Anstieg ist in der Sonne und es wird das erste Mal schön warm. Und ich schön langsam. Bergab geht es dann über tolle technisch interessante verblockte Trails und das Energietief wird ausgeblendet. Sand in Taufers erwartet uns mit Sonne und wir dürfen mal endlich den Brunnen (oder besser wohl Teich) im Ort zum Füße kühlen verwenden. Nice. Eine durchaus perfekte Etappe. Traillaufen, so soll es sein.

Flo enjoying himself up on the ridge

Von Zwing geht es über einen schmalen Steig der teilweise Seilversichert ist rüber zur Kaitlalm. Ich treffe nun immer wieder mal auf andere Mitstreiter, die die eine oder andere Stunde vor uns gestartet sind. Es wird auch schön langsam hell als ich die Kaitlalm gestärkt wieder verlasse. Immer wieder eine tolle Stimmung dieses Morgengrauen nachdem man die dunkle Nacht durchgelaufen ist. Schön! …nun noch ein schöner Downhill und am Taubensee vorbei Richtung Ruhpolding. Gleich ist die erste Hälfte (genauer gesagt 87 km) geschafft und ich hab mir ein Frühstück verdient.

Tag 5 und Halbzeit. Der „Ruhetag“ beim TAR. Bergsprint. Nicht ganz 7 km und etwas mehr als ein VK (=vertical kilometer; 1000 positive Höhenmeter). Hier dürfen die Teampartner alleine laufen und Flo kann endlich mal Tempo machen. Ich versuche brav getaped und mit meinen Stöcken bewaffnet diesen Tag wirklich irgendwie als Ruhetag zu sehen. Aber trotzdem versucht man halt doch alsbald da oben anzukommen. Flo schafft es grad nicht aufs Treppchen und ich bin mit etwas mehr als 1 Std. auch nicht ganz unglücklich. Massage in der Sonne und Lasagne in der Wiese. Dann noch einen Radler mit meinen Eltern, die auf einen Sprung vom Wanderurlaub hergekommen sind und gleich selber die Strecke rauf sind. Na so viel langsamer als ich seid ihr auch nicht gewesen

loved those rest day trails ;-)

Frühstück in Ruhpolding. Silke hat mir Tomatensuppe mit Reis gemacht und ich löffle den warmen Brei in mich rein. Ein bisschen kalt ist es jetzt gerade schon. Nicht zu lange aufhalten. Rudi ist bereits lange vor mir durch. Voll auf neuem Rekordkurs. Mich freut es für ihn und ich bin froh, dass ich im Vergleich zum letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt noch (oder besser gesagt wieder) in halbwegs guter Verfassung bin. Und los geht’s wieder. Sind ja nicht mal mehr 80 km…

Nicht ganz 40 km nach St. Virgil und der längste durchgehende Anstieg der Ostroute auf den Kronplatz. Cool. Aber bis dorthin: gar nicht cool. Viel Asphalt. Gleich am ersten km merke ich es wird heute ein langer Tag, der Oberschenkel macht sofort wieder zu und jeder zweite Schritt schmerzt. Flo ist mal wieder der beste Partner den man sich wünschen kann und er kümmert sich um mich so gut es nur geht. Ich versuche die Labestationen zu überlaufen, während er für mich Flasks auffüllt und meine Stecken schleppt. Immer gut gelaunt gelingt es ihm mich immer wieder abzulenken. Und wenn nötig ist er auch einfach nur leise und lässt mich einen Schritt vor den anderen setzen. Auf den ersten gut 20 km frage ich mich des Öfteren warum ich mir das antue und ob mein Kopf oder mein Körper aus sagt. Aber irgendwann war er dann da der Berg und bergauf ging es wieder etwas. Meinen Teampartner vom letzten Jahr haben wir nun auch wieder eingeholt. Heute als Gastläufer mit dabei. Schön dich mal wieder zu sehen! Leider ging es dann nicht immer direkt nach oben über die Skipisten, sondern wir müssen Zig-Zag die Forststrassen hoch; aber immerhin sind wir kurz vor dem 12 Uhr Glockenschlag am Kronplatz. Die Glocke beim Einschwingen. Beim Downhill hören wir sie dann noch. Anfänglich noch auf Trails geht es die letzten km wieder Asphalt bergab. Aua. Im Ziel meint dann ein Mitstreiter dass es für ihn hart ist, weil es erst sein zweites Trailrennen sei; ich muss erwidern, dass es für mich so hart sei, weil es erst mein zweites Strassenrennen sei. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Aber heute war es echt hart (körperlich aber vor allem mental) für jemanden der normalerweise versucht Asphalt zu meiden.

na, wer sieht lockerer aus ;-D

Über den Unternbergsattel und vorbei an der Brander Alm (wo ich letztes Jahr ausgestiegen bin; was immer noch 1 Std. Abstieg bedeutet!) geht es nun rauf auf die Hörndlwand. Gemeinsam mit Sebastian. Die 4 Stöcke im Einklang. Es ist warm und wir sind super froh, dass wieder einige freiwillige Helfer Trinken und Snacks da rauf geschleppt haben. Danke vielmals! Der Abstieg von der Hörndlwand ist wieder genial. Technisch – rutschig und Grip steht wieder an der Strecke und macht Bilder von uns. Da geht es gleich wieder gut dahin.

…feeling good again!

Röthelmoos-Verpflegungsstation. Ich genieße Wassermelonen, etwas alkoholfreies Bier und Soletti. Eine kleine Katze schleicht um meine Beine und denkt sich ihren Teil… Weiter geht’s auf den Hochsattel, auf dem ich mich 2011 vor lauter Nebel fast verlaufen wäre. Heuer super schön da oben und Eschelmoos ist schneller da als gedacht.

Von St. Virgil nach Niederdorf geht es heute. Ein Marathon. 2000 pos. Höhenmeter. 2 Gipfel und zwischendrin der Pragser Wildsee. Eine wunderbare Etappe. So stell ich mir das vor. Aber nicht nur die Wege und die Landschaft machen Lust aufs Laufen; auch der sehr erfreuliche Zufall, dass mir ein am Vorabend bei der Physio anwesender Osteopath mein blockiertes linkes Sprunggelenk wieder „deblockiert“ hat. Anscheinend die Wurzel allen Übels. Klar, mein ganzer Bewegungsapparat ist nun nach 6 Tagen in diesem Zustand laufend nicht mehr gerade im besten Zustand, aber es läuft doch etwas geschmeidiger (relativ gesehen!). Wir laufen wieder. Etwas mehr als die letzten Tage zumindest. An der Forcolla Sora Forno auf 2383 m bin ich zwar irgendwie zittrig und mach etwas langsamer; aber der Downhill runter zum Pragser Wildsee macht echt Spaß und wir lassen es im losen Geröll laufen. Rund um den See und schon geht’s wieder bergauf. Mit Rudi (ja, der der beim Chiemgauer auf Rekordkurs ist!) und Stephan arbeiten wir uns im Quartett rauf zum Weißlahnsattel. Super Gegend. Und auch wieder ein toller Abstieg, eine „Sandreißn“ (=Geröllfeld auf Bayrisch) runter. Die finalen km rein nach Niederdorf läuft Flo vor mir als Windschutz und spricht mir immer wieder gut zu („locker bleiben – große Schritte“) und somit erreichen wir in 4:39 Std und als 5. Men Team das Ziel. Nicht unzufrieden.

…gejagt vom führenden Mixed Team. Super nett die Zwei…

Von Eschelmoos geht es runter nach Kohlstatt. Forststrassen. Aber nachdem mich hier Alois überholt (der momentan Führende auf die 100 km und schlussendlich auch Sieger!), hänge ich mich einfach bei ihm an und wir fliegen (für einen 100 Meiler) Richtung VP. Nach kurzer Pause geht es eine erbarmungslos steile Wiese nach oben und rüber zur Hocherb Alm. Weiter leicht bergauf, leicht bergab nach Maria Eck. Diesmal ohne Umweg (dort hatte ich mich 2012 mit Lars etwas verlaufen) und wieder freue ich mich über Wassermelonen. Nun die „Querung“ rüber nach Egg. Tolle Trails. Rolling along…

…Wassermelonen!

Tag 8; final Stage. Noch einmal 33,4 km und gut 1200 pos. Höhenmeter. Vorbei an den Drei Zinnen. Nordwand. Genial. Allerdings gilt es zuerst einmal dorthin zu gelangen. Die ersten 15 km sind flach und Asphalt bzw. Schotterstraße. Aber irgendwie geht es heute auch hier etwas besser als sonst. Das Tal rein ist super schön und ein Vergleich mit dem Yosemite Valley nicht ganz schlecht, obwohl die Geologie nicht ganz passt. Und dann geht es ja auch irgendwann nach oben. Der Anstieg ist toll und der Blick auf die Drei Zinnen entschädigt mehr als nur etwas.

die drei von der Tankstelle ;-)

Sogar ein Foto mit Flo geht sich da oben noch aus bevor wir uns den Abstieg hinunter werfen. Hier lassen wir es nochmals richtig laufen und machen wieder Plätze gut. Die letzten km muss ich nochmals kämpfen aber wir dürfen dann wirklich gemeinsam nach 292 km die Ziellinie in Sexten überqueren. Danke. Danke Flo für deine Geduld, dein fröhliches Gemüt und überhaupt! Wir haben es geschafft. Nicht ganz wie wir es uns vielleicht anfänglich erhofft hatten, aber doch immerhin noch 8. bei den Men und 16. Overall. In 30:55 Std. Den (meinen) Umständen entsprechend ok. Ich habe wieder viel gelernt. Und will auch die nicht immer ganz positiven Erfahrungen nicht missen. Zufrieden. Aber vor allem hat sich aus 2 Typen in Laufschuhen – so denke ich doch – eine gute Freundschaft entwickelt. Danke fürs gemeinsam Leiden und Spaß haben!

happy to be here ;-)

BTW: Alle angetretenen Läufer der Salomon-Teams haben das Ziel erreicht. 100% Finisher-Quote. Und nicht nur das; alle haben Top10-Plazierungen in ihren Klassen. Definitiv aber ziehe ich meinen Hut vor Mirco und Stephan. Echt starke Leistung ihr beiden!

a great week with great people!

Der finale Anstieg auf den Hochfelln verlangt nochmals vollen Einsatz. Obwohl ich nun bereits gut 135 km in den Beinen habe, geht es bergauf erstaunlich gut und ich schiebe mich nach oben. Super Anstieg.

the final climb…

Die letzten Meter auf den Hochfelln sind schon zach. Oben kurze Stärkung und runter geht es den „useless downhill“. So getauft von Nickademus – dem Sieger vom Vorjahr der gerade dieses Wochenende den Tor de Geant als 2. beendet hat! Useless deshalb, weil es so technisch ist, dass nicht viel an laufen zu denken ist und man teilweise bergab kraxlt. Useless, but fun! Wieder in Eschelmoos retour geht es mehr oder weniger bergab (nicht nur!) nach Brand. Die letzte VP. Dort gebe ich all meine Ausrüstung ab und laufe nur mit einer Trinkflasche bewaffnet Richtung Ziel. Es beflügelt und ich erledige die finalen 8km in 44 min. What a feeling. Rudi war da schon eine gute Stunde vor mir im Ziel; aber immerhin durfte ich mich als 2. hinter ihm einreihen. In 22:41 Std.; Neue PB (personal best)! Awesome. D.h. auch ich konnte noch den alten Streckenrekord unterbieten der damals aufgestellt wurde als es noch weniger Trails und weniger Höhenmeter waren. Mehr als zufrieden.

Rudi and me and our super cool trophies!

Zwei Rennen, 9 Tage, 453 km und gut 20000 Höhenmeter später. Viele Freundschaften, viele, viele tolle Erinnerungen und der eine oder andere Schweißtropfen. Geschichte am Rande: im Ziel des Transalpine-Run trafen Rudi (der neue Streckenrekordhalter der Chiemgauer 100 Meilen und 10. Overall beim Transalpine-Run mit Stephan) und ich dann durch Zufall auf Alois, den Sieger des heurigen 100 km Chiemgauer. Gerade im Bike-Urlaub. Die Welt der Trailläufer ist schon klein

Danke an alle die dies ermöglicht haben. Allen voran Silke, die mich dabei so unterstützt! Danke Flo fürs gemeinsame Abenteuer! Danke Rudi fürs mich vorantreiben! Danke an die vielen vielen Mitstreiter, Leidensgenossen (hehe, meinen Spezialleidensgenosse Stephan – a.k.a. der Höglgeist – ganz besonders!) und Begleiter (hier besonders Babsi – die Höglgeistin und Carmen). Danke an Organisatoren und Sponsoren ohne die es keine Veranstaltungen geben würde und an die vielen, vielen Helferlein an den Strecken ohne die solche Veranstaltungen unmöglich wären. Danke.

Na dann, auf zu neuen Abenteuern…

myBlog

By DID57664 11 Sep, 2017
...DNF @ UTMB2017 😪🤔🤕
A week is gone by and with a little bit of distance from the race and a visit at the pulmonologist, it was a good decision to withdraw from the race; although I should have done it earlier on.... the first 31 km to Les Contamines were easy going and trouble free. After the aid station, my body was shaking cause of the cold and I needed a 1/4 of an hour to get back to "normal"... but then there was simply no power (actually air) left and things went south...
However the wet and cold weather and a bit of snow when crossing the Col du Bonhomme was actually fun!(?)! ...down to the Lac Combal I was helping a fellow runner who crashed on the downhill badly and had some head and hand injuries (please, get out of the straps of your poles on the downhill!!!)... eventually I made it to Courmayeur; actually not much slower than in 2016. But up to Bertone I was simply empty, no energy left; at the Refuge Bonatti I made a break for about an hour to warm up and get some tee / hot chocolate in and hoped that my wheezing and stertorous breathing would get better... in the end I climbed the Col de Ferret with Volker and somehow made it to Champex-Lac... there, Silke convinced me that it would make sense to call it a day. So glad she did that! In hindsight I should have stopped in Courmayeur; but occasionally it takes a brain some 90km to accept that this is not the day.🤔
Now I know why there was no power (actually air) left: diagnosis at the time being: spastic obstructive bronchitis and a lungs capacity of less than 50% (than normal)!
That sucks! ..but at least I know now why and this means some break and recovery for me...
...and then find some new adventures(and finish undone business anyway)😜

BTW: at the Like Te Wind party on sunday, there was a nice little poster saying:
DNF:
Do not fear
As you will return
Stronger
Do not forget
All accomplished and
A Life transformed
Remember you
Did not fail

...soLong and Cheers!

BTW2: Kate: thanks for the awesome drawing!
By DID57664 21 Aug, 2017
it seems like not so long ago, but actually a year has gone by and departure to CHX is approaching fast! last year, I was just happy to stand at the start line, healthy enough to give it a try ( after having fractured my left clavicula three-times during a bike crash ). This year, the plate and some six screws are still "in me", but the training was/is (ok, the taper sort of started) more continuous this year and moreover, I even had the chance to run the race course some six weeks ago in a three day "vacation"... really looking forward to be at the stat line this year.
There is definitely a big list of awesome runners that will charge hard from the beginning and some that will try to hold back and survive in good shape at least until Courmayeur. Although I made it into the "Elite"-List due to my ITRA-points, I consider myself not as one of the runners that has to do anything with the actual race going on. I will try to run my own race and will give it my best. Definitely crossing the finish line is a big target for me (UTMB is one of the few Hardrock qualifiers!); moreover, a solid sub30hrs is hopefully doable. A sub24hrs only if all stars align and some other miracles will happen ;-)
anyway, really looking forward to find myself fit and healthy at the start line in Chamonix on the 1st of September 2017...
By DID57664 10 Aug, 2017
...after a dissapointing DNS (did not start) at the GGUT (Großglockner Ultra Trail) due to a stomach bug, I had the chance to run instead of volunteer at the Chiemgauer 100 Miles. Actually the plan was to run the 100k, but after the 100 Miles breefing I thought I might simply start running that day instead of sleeping little and start at 5 AM the next day. So lucky that the organisation allowed for that "upgrade" and off I went....
some 22:51 hrs later, crossing the finish line as first overall was pretty awesome! sometimes its better not to plan too much ;-)
....and now concentrate on the prep for UTMB.... (and somehow find the time to write the reports of UTMB2016  up to Chiemgauer100Miles2017!) 
...once again thanks to all the volunteers, crews, the organisation team and all the other runners for that wonderful weekend out in the Chiemgauer Mountains! Congrats to all the other finishers, especiallyAnke for her 100 Miles victory,  Armin for his 100k victory, Torsten for his 100 Miles finish #1 (there will be more to come!), and simply to all who crossed their finish lines.
See you soon out on the trails again!
By DID57664 02 Jul, 2017
...took me a while to find the time to copy the content of my old homepage into the new one. Unfortunately, there has been some issues with the old provider (to quite some extend our fault as well!); anyway, needed to find and copy/paste the homepage content from a "wayback machine"... at least it wasn't completely lost..

And now I will try to catch up with what has happened inbetween then and now.

First , there was an interesting UTMB; start was on the day I was allowed to lift my arm up again after fracturing my left clavicula 3 times... I wasn't expecting a good run; not even really a finish cause of the missing time of training. And yes, it is a 170km race through the mountains with quite some vert.
Second , Silke and I had the chance (vacation) to explore Scotland by travelling around in a VW Bus... and participate in the Glen Coe Skyline race (fusing mountain running and alpinism). In short: it was such an awesome experience and there is definitely a good chance we'll be back there sooner or later.
Third ,  the 2016 season came to an end and there is simply a big big THANK YOU to all my sponsors and supporters who are giving me the chance to do what I love to do! ...and luckily enough, there will be another season (2017!) where I will get the chance to explore wonderful places on my own two feet using a pair of Salomon shoes ;-)

...ok, after these posts (following hopefully very soon) there will be a report about my reasonable go at the MIUT2017, then some words about my DNF at the EGT2017 (second DNF in a row there ;-( ), then a little bit about a short race of "only" 25k (Zugspitz Basetrail) and some words about my third go at the LUT2017.

...some words to write and some pictures to share ;-)
soLong and happyTrails in the meantime!

By DID57664 02 Jul, 2017

…a very positive UTMB DNF and an awesome time in Scotland around the Glen Coe Skyline run&scramble… more to come soon!

By DID57664 02 Jul, 2017

#timeToRest&Recover statt #timeToPlay at the moment 🙁

By DID57664 02 Jul, 2017

4 pages of fame in der Trailrunning Szene. Dankeschön fürs Interview!

By DID57664 02 Jul, 2017

…dF = did Finish!

By DID57664 02 Jul, 2017

…die Höhenmetertage in Bad Reichenhall: the H-Days!

By DID57664 02 Jul, 2017

Aller Guten Dinge sind Drei; leider nicht dieses mal…

so sehr ich mich auf den Estrela Grande Trail gefreut habe, und so sehr ich wieder eine gute „Performance“ abliefern wollte; es wollte diesmal einfach nicht sein.

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