tom wagner
               mountain ultra trail runner


Saisonstart = ZweiMalErster = Awesome ;-)

  • By DID57664
  • 02 Jul, 2017

this was originally posted on the 21st of April 2016!

…a run around one of the Azores Islands and one across the Istria peninsula

…zwei Andenken an zwei geniale Erlebnisse…

Ein Einstieg in die Saison wie man sich das nur wünschen kann. Zwei Rennen, zwei Siege. Bin super happy darüber und habe meine eigenen Erwartungen übertroffen. Trainingsmäßig war der Saisonstart sicherlich sehr gut, weil ich aufgrund des wenigen Schnees rund um Graz eigentlich den ganzen Winter durchlaufen konnte (und keinen einzigen Skitag vorzuweisen habe). Nachdem ich November und Dezember einfach ohne Plan und nach Lust und Laune rumgelaufen bin, ging es ab dem Jänner wieder etwas strukturierter zur Sache. D.h. vor allem auch kürzere und schnellere Einheiten; etwas das ich in früheren Jahren oft verabsäumt habe…

yes! photo: Philipp Reiter

Recht kurzfristig ergibt sich Ende Februar die Chance auf einen ersten Ausflug in warme Gefilde. Beim Azores Columbus Ultra Trail (77km, 3400posHm) Ende Februar hatte ich das Privileg mit einigen Salomon Teamkollegen eine Woche vorab anzureisen und einige dieser wunderschönen Vulkaninseln laufend zu erleben. Wir sind viel gelaufen und ein richtiger „Taper“ sieht vermutlich anders aus; aber es hat einfach Spaß gemacht und außerdem war ja sonst nichts zu tun für mich (keine Zeit im Bürosessel, maximal zu viel Espresso um 56cent schlürfen). Somit bin ich sehr entspannt in das Rennen gegangen und hab mir eigentlich nicht viel erwartet. Das primäre Ziel war es die südlichste der Azoren Inseln einmal zu umrunden und dabei noch schnell die höchste Erhebung der Insel mitzunehmen. Eigentlich die perfekte Ausrede um sich so ein Inselchen gut anzusehen. Nachdem die Beine sich gut angefühlt haben, und ich mit Philipp (a.k.a. dem Zauberlehrling) mithalten konnte, stellte sich ein schöner Rhythmus ein, der mich ins „Zwischenziel“ der Marathonstrecke als inoffiziellen 5. einlaufen ließ. Sehr genial. Danach war zwar ein kleines Tief und ich musste kämpfen um wieder Fahrt aufzunehmen; aber die letzten flachen – trotzdem technisch anspruchsvollen – Kilometer liefen wieder. The „holy shit holes“, wie wir die getrockneten Kuhtrittlöcher liebevoll nannten, machten das Laufen über diese schottisch-anmutenden Weidelandschaften auch nicht viel einfacher als die „Schotterstraßen“ voll mit groben Vulkanbrocken. Aber durch die abwechslungsreiche Landschaft und dem Blick Richtung Meer verging die Inselrunde schneller als gedacht. Und der Zielmagnet sowie die Angst dann doch noch eingeholt zu werden ließen mich dann doch schneller laufen. 7:37:36 h stand am Ende am Display meiner Ambit. Erstes Rennen 2016, erster Sieg. Was will ich mehr. Und das noch mit so vielen netten Freunden und Gleichgesinnten. So darf es weitergehen… Mehr noch war es einfach das Erlebnis, oder besser gesagt die vielen, vielen Erlebnisse dieser Woche die diesen Trip unvergesslich machen. Danke dass ich mitdurfte!

…am höchsten Punkt Portugals mit Tom und David ๐Ÿ˜‰ photo: Phlipp Reiter

[BTW: ein kurzer Bericht darüber findet sich auch im Trail Magazin, Ausgabe 3/2016]

Nach etwas Pause und dem Fokus auf längere Einheiten bzw. back2back Einheiten am Wochenende ging es dann schon bald auf die „Langdistanz“. Mitte April der erste 100 Meiler. Ok, eigentlich ein 105-Meiler, weil 173km. 100 Miles of Istria mit seinen 7120 positiven Höhenmeter. Letztes Jahr durfte ich mich als Zweiter einreihen und hab mir bei nebeligem und für diese Jahreszeit sehr kaltem Wetter einmal die Strecke angesehen. Im zweiten Jahr hilft es meist, wenn man auf das was kommt vorbereitet ist. Als Ultra Trail World Tour Future Event war das Starterfeld auch gleich nochmals etwas interessanter als letztes Jahr. Nur Marjan, der Sieger vom letzen Jahr fehlte leider. Das Wetter war freundlicher als 2015 und wir starteten auch 3 Stunden früher. Letztes Jahr ging es mit Marjan rasant los und wir haben von Anfang an Tempo gemacht. Nachdem dies funktioniert hatte und sich auch dieses Mal die Beine gleich wieder gut anfühlten, versuchte ich gleich loszulegen. Gesagt, getan. Die erste Labestation nach 18 km war in 1:29 erreicht. Alen (der Rennleiter) meinte nur: „Take care, you are too fast!“. Auch wenn es blöd klingen mag, aber langsamer wird man eh zwangsweise bei so einem langen Lauf und ich erhoffte mir so einen kleinen Vorsprung rauszulaufen. Aber nicht lange und Patrick (Bohard, FRA) hatte mich eingeholt; wir liefen zusammen über den höchsten Punkt der Strecke (dem Vojak).

…noch das letzte Abendlicht genutzt; photo: dejan hren (100 miles of Istria fb page)

Dann setzte die Nacht ein und unsere Stirnlampen arbeiteten sich voran. Ok, eigentlich bin ich den Downhill vom Vojak zur Labestation bei km 43.1 (Poklon) ohne Stirnlampe runter; ich wollte auf Patrick einfach keine Zeit verlieren. Und auch wenn es etwas riskant war, es hat einfach Spaß gemacht. Und darum waren wir ja hier. Bei km 60 hab ich mich dann leider über ein paar Wurzeln (unter einer Schicht von Blättern) ausgebreitet und der linke Oberschenkel war von nun an beleidigt. Tja, der Nachteil wenn man als Erster unterwegs ist. Patrick erarbeitete sich danach einen kleinen Vorsprung und ich konnte ihn nur mehr bei den Labestationen bei km 57 und 74.3 kruz sehen. Anyway, die klare Nacht, Mond, Sterne und die abwechslungsreiche Strecke mit durchwegs technischen Abschnitten lassen uns dahin ziehen. Buzet; Halbzeit. Km 89.3 in 9:54 h. Zeit passt und Beine sind bis auf den Oberschenkel in guter Verfassung.

…Griespudding & Schokomilch; photo: dejan hren (100 miles of Istria fb page)

Essen fassen (Suppe, Griespudding, Schokomilch) und weiter. Irgendwo dann auf der Strecke läuft ein Hirsch majestätisch vor mir her und seine Leichtigkeit macht mich neidisch. Im Nachhinein erfahre ich von Patrick dass er sogar einen Bären gesehen hat und die vielen Grabspuren am Weg lassen auf das eine oder andere Wildschwein schließen, wovon mir aber glücklicherweise keines über den Weg gelaufen ist. In Hum (meine Lieblingslabestation in diesem alten Städtchen) beginnt das Morgengrauen und mir wird das erste Mal kalt als ich wieder weiterlaufen will. Windjacke an und weiter. Der Oberschenkel macht Probleme und ich muss die Zähne zusammen beißen um es nach Motovun (km 129.9) zu schaffen. Die „fire roads“ um den Staudamm bei Butoniga sind anstrengend, die Wiese nass, und bei den Flußquerungen lauf ich teilweise einfach durch das kühle Nass. Rauf nach Motovun ist es schon Tag und die Kraft der Sonne gibt wieder etwas Energie. Oben angekommen treffe ich wieder auf Patrick und auch er hat Probleme. Leistengegend.

getting the calories in! ๐Ÿ˜‰

Gemeinsam machen wir uns auf die letzten km; es ist ja nur mehr ein Marathon ๐Ÿ˜‰ …bergab muss ich Patrick ziehen lassen, die Oberschenkel wollen gerade nicht so. Kurz nach Motovun aber überholt mich Toni (Vencelj, SLO) und er sieht verdammt locker aus. Wow. Ich mobilisiere all meine Kraft um an ihm dran zu bleiben und versuche nicht auf die Oberschenkel zu hören. Es gelingt und zur nächsten Labestation geht es wieder flotter dahin. Nun als Zweiter hinter Toni. Patrick musste leider aufgeben. Kurz vor der vorletzten Labestation (Groznjan, km 149.8) überhole ich Toni, nutze meine Chance und gebe nochmals Gas.

…links, rechts, links, rechts, etc. ๐Ÿ˜‰

Von Groznjan nach Buje laufe ich die 7.7km in 44:37min. Wie? Keine Ahnung. Aber mit der Angst im Nacken („running scared“) vermutlich. Die letzten 13.4 km waren dann „nur“ mehr Kopfsache und wieder einmal hat der Zielmagnet geholfen. Obwohl eigentlich ein 100-Meiler hier schon aus wäre. Aber der Gedanke kam mir heuer erst gar nicht. Die letzen Meter entlang dieser Kanäle sind schwierig. Nicht vom laufen her, vom Kopf her weil man die Küste und Umag schon riechen kann und aber nichts weitergeht. Ich laufe durch hohe Wiesen, denn ich bin der erste der „spuren“ muss. Oder besser gesagt darf, und somit gibt das dann doch irgendwie Kraft. Was für ein Gefühl auf den letzten Metern durch Umag der Uferpromenade entlang. Super happy und überglücklich. Und erschöpft. Unter 20 Std. (19:49:43h) für die 173km.

100 sMiles of Istria; photo: Jürgen Buzzi
100 sMiles ๐Ÿ˜‰

Neuer Streckenrekord. Das ist eine 6:55min/km Pace! Aber ist mir im Moment ganz egal. Ich darf Silke (a.k.a. the crew, die sich wiedermal eine Nacht für mich um die Ohren geschlagen hat um bei fast jeder Labestation mich zu versorgen!) umarmen und nach einem kleinen Interview bekomme ich mein verdientes Bierchen (welches ich nicht allzu lange unten behalte; aber das ist eine andere Geschichte).

 

Also dann Erholung; Beine hoch und etwas Ausruhen sowie den anderen Läufern applaudieren…

ein gutes Bier mit (und von!) Toni! Thanks a lot!
Podium! photo: dejan hren (100 miles of Istria fb page)

Was kann ich sagen. Es ist gut gelaufen. Und das dank all der vielen lieben Menschen um mich rum! Danke! Geniale Events (Danke Mario & Alen!), geniale Unterstützung (Danke Crew! Danke ihr Sponsoren!) und ein Trainingsplan der es mir erlaubt neben der Arbeit für solche Erlebnisse fit zu sein (Danke Seppi!) …es darf von mir aus gerne so weitergehen (laufen) ๐Ÿ˜‰

another of these 100 sMiles! photo: Carole Pipolo

aja: Zufall oder nicht; in beiden Rennen bin ich mit einem Salomon Sense Ultra SG 5 gelaufen. Kein Schuhe wechseln, nix ๐Ÿ˜‰

myBlog

By DID57664 11 Sep, 2017
...DNF @ UTMB2017 ๐Ÿ˜ช๐Ÿค”๐Ÿค•
A week is gone by and with a little bit of distance from the race and a visit at the pulmonologist, it was a good decision to withdraw from the race; although I should have done it earlier on.... the first 31 km to Les Contamines were easy going and trouble free. After the aid station, my body was shaking cause of the cold and I needed a 1/4 of an hour to get back to "normal"... but then there was simply no power (actually air) left and things went south...
However the wet and cold weather and a bit of snow when crossing the Col du Bonhomme was actually fun!(?)! ...down to the Lac Combal I was helping a fellow runner who crashed on the downhill badly and had some head and hand injuries (please, get out of the straps of your poles on the downhill!!!)... eventually I made it to Courmayeur; actually not much slower than in 2016. But up to Bertone I was simply empty, no energy left; at the Refuge Bonatti I made a break for about an hour to warm up and get some tee / hot chocolate in and hoped that my wheezing and stertorous breathing would get better... in the end I climbed the Col de Ferret with Volker and somehow made it to Champex-Lac... there, Silke convinced me that it would make sense to call it a day. So glad she did that! In hindsight I should have stopped in Courmayeur; but occasionally it takes a brain some 90km to accept that this is not the day.๐Ÿค”
Now I know why there was no power (actually air) left: diagnosis at the time being: spastic obstructive bronchitis and a lungs capacity of less than 50% (than normal)!
That sucks! ..but at least I know now why and this means some break and recovery for me...
...and then find some new adventures(and finish undone business anyway)๐Ÿ˜œ

BTW: at the Like Te Wind party on sunday, there was a nice little poster saying:
DNF:
Do not fear
As you will return
Stronger
Do not forget
All accomplished and
A Life transformed
Remember you
Did not fail

...soLong and Cheers!

BTW2: Kate: thanks for the awesome drawing!
By DID57664 21 Aug, 2017
it seems like not so long ago, but actually a year has gone by and departure to CHX is approaching fast! last year, I was just happy to stand at the start line, healthy enough to give it a try ( after having fractured my left clavicula three-times during a bike crash ). This year, the plate and some six screws are still "in me", but the training was/is (ok, the taper sort of started) more continuous this year and moreover, I even had the chance to run the race course some six weeks ago in a three day "vacation"... really looking forward to be at the stat line this year.
There is definitely a big list of awesome runners that will charge hard from the beginning and some that will try to hold back and survive in good shape at least until Courmayeur. Although I made it into the "Elite"-List due to my ITRA-points, I consider myself not as one of the runners that has to do anything with the actual race going on. I will try to run my own race and will give it my best. Definitely crossing the finish line is a big target for me (UTMB is one of the few Hardrock qualifiers!); moreover, a solid sub30hrs is hopefully doable. A sub24hrs only if all stars align and some other miracles will happen ;-)
anyway, really looking forward to find myself fit and healthy at the start line in Chamonix on the 1st of September 2017...
By DID57664 10 Aug, 2017
...after a dissapointing DNS (did not start) at the GGUT (Großglockner Ultra Trail) due to a stomach bug, I had the chance to run instead of volunteer at the Chiemgauer 100 Miles. Actually the plan was to run the 100k, but after the 100 Miles breefing I thought I might simply start running that day instead of sleeping little and start at 5 AM the next day. So lucky that the organisation allowed for that "upgrade" and off I went....
some 22:51 hrs later, crossing the finish line as first overall was pretty awesome! sometimes its better not to plan too much ;-)
....and now concentrate on the prep for UTMB.... (and somehow find the time to write the reports of UTMB2016  up to Chiemgauer100Miles2017!) 
...once again thanks to all the volunteers, crews, the organisation team and all the other runners for that wonderful weekend out in the Chiemgauer Mountains! Congrats to all the other finishers, especiallyAnke for her 100 Miles victory,  Armin for his 100k victory, Torsten for his 100 Miles finish #1 (there will be more to come!), and simply to all who crossed their finish lines.
See you soon out on the trails again!
By DID57664 02 Jul, 2017
...took me a while to find the time to copy the content of my old homepage into the new one. Unfortunately, there has been some issues with the old provider (to quite some extend our fault as well!); anyway, needed to find and copy/paste the homepage content from a "wayback machine"... at least it wasn't completely lost..

And now I will try to catch up with what has happened inbetween then and now.

First , there was an interesting UTMB; start was on the day I was allowed to lift my arm up again after fracturing my left clavicula 3 times... I wasn't expecting a good run; not even really a finish cause of the missing time of training. And yes, it is a 170km race through the mountains with quite some vert.
Second , Silke and I had the chance (vacation) to explore Scotland by travelling around in a VW Bus... and participate in the Glen Coe Skyline race (fusing mountain running and alpinism). In short: it was such an awesome experience and there is definitely a good chance we'll be back there sooner or later.
Third ,  the 2016 season came to an end and there is simply a big big THANK YOU to all my sponsors and supporters who are giving me the chance to do what I love to do! ...and luckily enough, there will be another season (2017!) where I will get the chance to explore wonderful places on my own two feet using a pair of Salomon shoes ;-)

...ok, after these posts (following hopefully very soon) there will be a report about my reasonable go at the MIUT2017, then some words about my DNF at the EGT2017 (second DNF in a row there ;-( ), then a little bit about a short race of "only" 25k (Zugspitz Basetrail) and some words about my third go at the LUT2017.

...some words to write and some pictures to share ;-)
soLong and happyTrails in the meantime!

By DID57664 02 Jul, 2017

…a very positive UTMB DNF and an awesome time in Scotland around the Glen Coe Skyline run&scramble… more to come soon!

By DID57664 02 Jul, 2017

#timeToRest&Recover statt #timeToPlay at the moment ๐Ÿ™

By DID57664 02 Jul, 2017

4 pages of fame in der Trailrunning Szene. Dankeschön fürs Interview!

By DID57664 02 Jul, 2017

…dF = did Finish!

By DID57664 02 Jul, 2017

…die Höhenmetertage in Bad Reichenhall: the H-Days!

By DID57664 02 Jul, 2017

Aller Guten Dinge sind Drei; leider nicht dieses mal…

so sehr ich mich auf den Estrela Grande Trail gefreut habe, und so sehr ich wieder eine gute „Performance“ abliefern wollte; es wollte diesmal einfach nicht sein.

More Posts
Share by: